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Hochwuchs

Symptome

Körpergrösse für das Alter oberhalb des Standards für gesunde Kinder.

Ursache

Am häufigsten besteht ein familiärer Hochwuchs, d.h. mindestens 1 Verwandter 1. Grades ist auch grosswüchsig. Kinder mit Übergewicht sind nicht nur schwerer, sondern meist auch grösser als gleichaltrige Normalgewichtige. Seltenere Ursachen für Hochwuchs sind Chromosomenstörungen (z.B. Klinefelter Syndrom), Stoffwechselstörungen (z.B. Marfan Syndrom) oder andere angeborene Krankheiten (z.B. Sotos Syndrom). Bei einer vorzeitigen Pubertätsentwicklung ist das Wachstum beschleunigt, so dass diese Kinder ebenfalls durch ihre Grösse auffallen. Nur in Ausnahmefällen findet man andere hormonelle Störungen wie eine Wachstumshormon- oder Schilddrüsenhormonüberfunktion.

Diagnose

Diese erfolgt durch mehrmaliges Messen der Grösse, Beurteilung der Wachstumskurve und Bestimmung der Wachstumsgeschwindigkeit, Messen der Körperproportionen, Beurteilung der Pubertätsentwicklung. Aufgrund der Elterngrösse kann der genetische Zielbereich berechnet werden. Mit einer Röntgenuntersuchung der Hand kann man die Knochenreifung bestimmen und eine Endlängenprognose berechnen. Eine Blutuntersuchung ist nur selten notwendig, bei konkretem Verdacht auf eine Störung wird eine Hormonbestimmung oder genetische Untersuchung durchgeführt.

Therapie

Meist ist keine Therapie notwendig. Beim familiären Hochwuchs kann die Endlänge verringert werden, indem man durch Behandlung mit Geschlechtshormonen die Knochenreifung beschleunigt, so ist das Wachstum früher abgeschlossen. Die Behandlung kann auch Nebenwirkungen haben und wird zurückhaltend bei Mädchen ab einer Endlängenprognose von >185 cm, bei Knaben bei >205 cm empfohlen.

 

* Wir nutzen zur besseren Lesbarkeit jeweils nur die männliche Form. Selbstverständlich sind jedoch Frauen und Männer gleichermassen angesprochen.

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