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40 Jahre Ganglabor – eine bewegte Geschichte

UKBB Kommunikation, 05.03.2019

Eine besondere Abteilung des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB) kann ihr 40-Jahr-Jubiläum feiern: das Ganglabor. Heute ist das Labor, in dem das Gangbild der Patienten analysiert wird, nicht mehr wegzudenken aus dem Spitalalltag. Jährlich werden rund 300 bis 350 klinische Analysen durchgeführt. Zudem wird das Labor für Forschungszwecke genutzt, was wiederum der klinischen Behandlung zugutekommt.

Das vierstöckige UKBB an der Spitalstrasse mit seiner farbenfrohen Fassade kennt in der Region Basel fast jeder. Doch was die wenigsten wissen: Auch im Untergeschoss des Gebäudes werden die kleinen Patienten untersucht. Dort befindet sich das Ganglabor des Kinderspitals. Mit modernsten Messgeräten wird hier in einem Raum der Gang der Kinder analysiert. 2019 kann das Labor sein 40-Jahr-Jubiläum feiern. Es hat, wie das Kinderspital selbst, eine bewegte Geschichte und war an verschiedenen Standorten beheimatet. Zuerst, 1979, war das Labor im Felix Platter-Spital untergebracht, wo heute noch im Basel Mobility Center Ganganalysen für ältere Patienten durchgeführt werden. Seit 2011 befindet es sich nun im UKBB an der Spitalstrasse. 2013 wurde es neu gestaltet und seither zieren die vom Basler Künstler Freddy Oettli gemalten Figuren aus Walt Disney’s Dschungelbuch die Wände – sehr zur Freude der Kinder.

Das Ganglabor war eines der ersten in Europa und nimmt gemäss Prof. Dr. med. Reinald Brunner, Leiter der Abteilung Neuroorthopädie, heute noch eine Vorreiterrolle ein. „Das Spital kann stolz darauf sein, was es in diesem Bereich geleistet hat“, sagt er. Brunner hat einen Grossteil der Geschichte des Ganglabors miterlebt. Seit 27 Jahren bereits ist er als Leiter der Neuroorthopädie tätig, die das Labor betreibt. Und schon in den 1980er-Jahren, damals noch als junger Assistenzarzt, kam er mit dem Labor in Berührung. Heute gehören Ganguntersuchungen zur Routine im Spitalalltag. „Es ist ein gängiges Diagnose-Tool wie etwa ein MRI“, sagt Brunner. Der Beginn sei allerdings schwierig gewesen, da die Auswertung des Filmmaterials damals mehrere Monate gedauert habe. Seit Anfang der 1990er-Jahre, mit dem Einbezug von leistungsfähigen Computern, sei es als klinisches Tool aber „richtig einsetzbar“.

Das Ganglabor funktioniert folgendermassen: Auf die Haut des Patienten werden rund 40 kleine, reflektierende Marker aufgeklebt, die von zwölf gleichzeitig laufenden Kameras eingefangen und von einem Computer aufgezeichnet werden. So entstehen dreidimensionale Bilder der Bewegungsabläufe. Zusätzlich werden mit Hilfe von Bodenplatten die Kräfte gemessen, die auf den Fuss einwirken. Beide Messungen zusammen ermöglichen die Berechnung der Kräfte in den Gelenken und somit Rückschlüsse auf die Muskelaktivitäten und -leistungen. Die Patienten haben dabei mehrmals eine zehn Meter lange Strecke zurückzulegen. Die Analysen dauern jeweils zwischen einer und drei Stunden, die Auswertungen der Daten jeweils noch einmal so lang.

Die Analysen sind von grossem Nutzen bei der Behandlung von verschiedensten Gangstörungen vor allem bei neurologischen Krankheiten, zum Beispiel beim weit verbreiteten Kauergang, einem Gang mit dauernd gebeugten Hüften und Knien. Die personenbezogenen Daten ermöglichen das Erstellen individueller Behandlungspläne. Zudem können sie aufzeigen, dass eine Behandlung unter Umständen gar nicht nötig ist, zum Beispiel bei Plattfüssen. „Diese müssen oftmals gar nicht behandelt werden“, sagt Brunner. Rund 300 bis 350 solche klinischen Analysen werden pro Jahr im Ganglabor erstellt. Eine Zahl, die gemäss Brunner in den vergangenen Jahren „mehr oder weniger konstant“ geblieben ist.

Und nicht zuletzt dient das Ganglabor, das von PD Dr. med. Erich Rutz geleitet wird und rund zehn Mitarbeiter beschäftigt, auch der Forschung – und hilft damit, die Funktion des menschlichen Bewegungsapparates besser zu verstehen. Aktuell etwa laufen Untersuchungen dazu, wie sich Muskeln entwickeln, wenn sie verlängert werden. Oder welchen Einfluss Botox auf Muskeln hat. „Diese Forschung ist von essenzieller Bedeutung für die klinische Behandlung“, sagt Brunner. Eine Frage bleibt zum Schluss aber noch: Weshalb eigentlich ist das Ganglabor im Untergeschoss untergebracht? Die Antwort ist einfach: Um die Erschütterungen möglichst zu minimieren – und die Analysen damit nicht zu verfälschen.

Valentin Kressler, Kommunikationsbeauftragter UKBB

1  Kommentar

  • Probst
    14.03.2019 12:59 Uhr

    Super Sache.... nur den jetzigen Ganglabor fehlt definitiv mehr Farbe

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