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Wegen Heuschupfen oder allergischem Asthma wurde beim Patienten die Durchführung einer Immuntherapie mit Pollen-, Milben-, Schimmel- oder Tierepithelextrakten vorgeschlagen. Durch regelmässige Injektionen des verantwortlichen Allergens kann die Krankheit in vielen Fällen dauerhaft erfolgreich behandelt werden.
Bei der Immuntherapie wird zwischen einer Einleitungs- und Erhaltungsphase unterschieden. Bei der Einleitungsphase wird die Dosis aus Sicherheitsgründen in kleinen Schritten gesteigert. In wöchentlichen Abständen werden 1 oder 2 Injektionen pro Sitzung verabreicht. Die Wartezeit nach der Injektion beträgt jeweils 1/2 Stunde. Bis zur Erreichung der Erhaltungsdosis dauert diese Behandlungsform üblicherweise 3 bis 4 Monate.
Während der Erhaltungsphase von üblicherweise 3 bis 5 Jahren Dauer werden die Erhaltungsdosen einmal monatlich durch den Kinderarzt oder behandelnden Arzt injiziert (falls dies nicht möglich ist, oder in Ferienzeiten, kann die Behandlung in der Allergologischen Poliklinik im UKBB durchgeführt werden). Es handelt sich dabei um eine subkutane (unter die Haut applizierte) Injektion und ist daher viel weniger schmerzhaft als eine Impfung, die intramuskulär (in den Muskel) durchgeführt wird. Die Symptome sollten bereits im ersten Jahr der Immuntherapie abklingen. Um einen Langzeiteffekt zu erzielen, sollte die Therapie mindestens 3 Jahre durchgeführt werden.
Nach üblicherweise 2 Jahren findet eine erste Überprüfung der immunologischen Situation (durch Bestimmung der Symptome des Patienten, eventuell erneute Testungen) statt. Dann wird entschieden, ob weiter behandelt werden muss oder ob die Behandlung abgeschlossen werden kann.
Bei dieser Therapie ist mit lokalen Nebenwirkungen, d.h. Schwellungen am Injektionsort zu rechnen. Reaktionen, ähnlich wie sie von der allergischen Erkrankung bekannt sind (z.B. Schmerz oder Atemnot, Rötung am ganzen Körper, Quaddeln, Juckreiz, Lippen-, Augen- und Zungenschwellung, Blutdruckabfall, Schwindel, Durchfall, Schockreaktion) sind ebenfalls möglich, aber selten.
Aus Sicherheitsgründen sind die Überwachungsphasen so gewählt, dass allfällige Reaktionen sofort behandelt werden können. Sollten später schwerere allergische Reaktionen auftreten, sollte das Notfallset eingenommen und ärztliche Hilfe aufgesucht werden.
Bei starken Lokalreaktionen wird die behandelndes Ärztin oder der behandelnde Arzt ein Antiallergikum verordnen, welches eine Stunde vor der Injektion eingenommen werden kann. Es hat sich bewährt, die Einstichstelle mit einem Coldpack zu kühlen, was auch zu Hause durchgeführt werden kann.
Bis 12 Stunden nach der Injektion sollten starke körperliche Anstrengungen und Exposition gegenüber hohen Allergenkonzentrationen (z.B. Hausstaubmilben, Katzen etc.) gemieden werden.
Wegen möglicher Komplikationen muss die behandelndes Ärztin oder der behandelnde Arzt vor jeder Injektion über aufgetretene Erkrankungen, Impfungen, Medikamenteneinnahme unterrichtet werden. Bei Problemen (auch Infektionen, Grippe etc.), die kurz vor oder während der Behandlung auftreten, muss die behandelndes Ärztin oder der behandelnde Arzt ebenfalls unverzüglich informiert werden.
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