Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) führt als erstes Kinderspital in der Schweiz den «MINITOM Kids» ein – ein innovatives Lehrgerät, das Kindern spielerisch die Angst vor MRI-Untersuchungen nimmt. Die neue Technologie verbessert nicht nur das Wohlbefinden der jungen Patient*innen, sondern steigert auch die Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Kinderradiologie. Solche wertvollen Projekte sind nur dank der Unterstützung der Stiftung Pro UKBB möglich.
Das UKBB geht einen weiteren Schritt in Richtung kindgerechter Medizin: Mit dem «MINITOM Kids» steht ab sofort ein Simulator zur Verfügung, der Kindern hilft, sich realistisch und altersgerecht auf MRI-Untersuchungen vorzubereiten. Das neuartige Gerät von Siemens Healthineers findet weltweit Beachtung und ermöglicht es den Kindern, Geräusche, Bewegungen und Abläufe einer Untersuchung spielerisch zu erleben. Dies ist wichtig, denn eine sorgfältige Vorbereitung reduziert nachweislich Angst und Stress bei pädiatrischen Patient*innen sowie deren Angehörigen.
Medizinische Untersuchungen sind für Kinder häufig mit Unsicherheit verbunden – bei MRI‑Untersuchungen ganz besonders. Angst führt im klinischen Alltag regelmässig zu höherem Aufwand. «Mit dem ‹MINITOM Kids› können wir Kindern auf spielerische Weise die Angst vor der Untersuchung nehmen. Das erleichtert nicht nur den Ablauf, sondern trägt auch dazu bei, dass weniger Sedierungen notwendig sind», erklärt Dr. Friederike Prüfer, Leiterin Radiologie am UKBB.
Schon heute besteht die Möglichkeit, bei Bedarf ein «Probeliegen» in der MRI‑Abteilung zu vereinbaren. Dieses Angebot hilft, Fragen oder Unsicherheiten zu klären, kann jedoch nur ausserhalb des laufenden Betriebs erfolgen. Der neue Simulator schliesst genau diese Lücke: Die Kinder können auch während des laufenden Betriebs das MRI-Gerät kennenlernen und ein realistisches Gefühl dafür entwickeln, wie ihre Untersuchung ablaufen wird.
Auf dem interaktiven Tablet zeigt die animierte Giraffe «Gerda» kindgerecht, was während einer Untersuchung passiert. Das MINITOM‑Lerngerät (950 × 950 × 1115 mm) imitiert typische MRI‑Geräusche und macht den Prozess dadurch transparent und verständlich. So wird Vertrauen aufgebaut und die Kooperation der kleinen Patient*innen verbessert. Dies kann nachweislich zu kürzeren Untersuchungszeiten und geringeren Sedierungsraten führen.
Die Kinderradiologie steht derzeit unter besonderem wirtschaftlichem Druck, da die besonderen Anforderungen der Pädiatrie im Tarifsystem oft unzureichend abgebildet werden. Jede Massnahme, die den Untersuchungsablauf effizienter gestaltet, ist daher ein Gewinn für das Spital wie auch für die Patient*innen.
«Innovationen wie der ‹MINITOM Kids› sind ein wichtiger Schritt, um die Versorgung unserer jungen Patient*innen weiter zu verbessern und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit in einem herausfordernden Umfeld zu stärken», betont Marco Fischer, Vorsitzender der Geschäftsleitung des UKBB.
Die Anschaffung des «MINITOM Kids» wurde durch die Unterstützung der Eckhirsch Group AG ermöglicht. Die Stiftung Pro UKBB bedankt sich herzlich bei dem Förderer, der dazu beigetragen hat, innovative Lösungen für die Kindermedizin zu realisieren. Mit dem neuen Lehrgerät setzt das UKBB ein weiteres Zeichen für eine moderne, kindgerechte und effiziente Versorgung.
Die rein spendenfinanzierte Stiftung Pro UKBB hat sich ganz dem Wohl der Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien im UKBB verschrieben. Die bestmögliche Behandlung von kranken Kindern verursacht höhere Kosten als bei Erwachsenen. Die Stiftung Pro UKBB unterstützt die medizinische Behandlung, die pflegerische Betreuung und die therapeutische Versorgung durch die Finanzierung von ergänzenden Projekten. Bei diesen Projekten fehlen die Mittel der öffentlichen Hand oder anderer Garanten. www.pro-ukbb.ch
Die Medgate Kids Line liefert schnell und unkompliziert medizinischen Rat, wenn es Ihrem Kind nicht gut geht. Rund um die Uhr steht Ihnen das medizinische Team unseres Partners Medgate telefonisch zur Verfügung.
Für Notfälle im Ausland: Rufen Sie die Notfallnummer Ihrer Krankenkasse an. Diese finden Sie jeweils auf Ihrer Krankenkassenkarte.
Mehr Informationen: Auf der Seite der Notfallstation finden Sie alles Wichtige zu Verhalten in Notfällen, typischen Kinderkrankheiten und Wartezeiten.
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