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Wie der Bildgebungsroboter Loop-X Wirbelsäulen-OPs am UKBB verändert

12 giugno 2026

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Der Bildgebungsroboter Loop‑X unterstützt am UKBB komplexe Wirbelsäuleneingriffe im OP‑Saal und verändert die Abläufe in der Kinderorthopädie spürbar.

Eingriffe an der kindlichen Wirbelsäule gehören zu den anspruchsvollsten in der Orthopädie. Die Pathologien sind oft selten, die Anatomie teils stark verändert – und gleichzeitig ist die Fehlertoleranz minimal.

Zugleich sind die Fallzahlen geringer als in der Erwachsenenmedizin. Routine lässt sich schwieriger aufbauen, was die Bedeutung einer präzisen und verlässlichen intraoperativen Bildgebung zusätzlich erhöht.

Am UKBB wurde dieser Anspruch zunehmend spürbar. Das bestehende System war in die Jahre gekommen und konnte den Anforderungen nur noch eingeschränkt gerecht werden. Mit dem Auslaufen der Serviceverträge war klar: Eine Nachfolgelösung musste gefunden werden.

Ein System, das in den OP-Alltag passt

Im Evaluationsprozess prüfte das Team verschiedene Lösungen. Entscheidend war dabei weniger ein einzelnes technisches Detail als die Frage, wie gut sich ein System in den bestehenden OP‑Alltag integrieren lässt.

Beim Testen wurde schnell klar, worauf es ankommt: Bildgebung, Navigation und Abläufe müssen ineinandergreifen – gerade dann, wenn die anatomischen Verhältnisse komplex sind.

Die Wahl fiel schliesslich auf den Bildgebungsroboter von Brainlab: Loop-X ist ein mobiles Conebeam-CT, das sich nahtlos in vorhandene Navigations- und Planungssysteme integrieren lässt und flexibel im OP eingesetzt werden kann.

Nach der Einführung Anfang 2025 wurden die ersten Eingriffe noch eng begleitet. Anfänglich gab es viele Fragen, etwa zur Lagerung der Patient*innen oder zur Integration in bestehende Abläufe. Doch diese klärten sich mit den ersten Eingriffen ebenso rasch, wie die notwendige Sicherheit im Umgang mit dem neuen System aufkam. Heute ist Loop‑X bei Wirbelsäulenoperationen fester Bestandteil des OP‑Alltags.

PD Dr. med. Daniel Studer: «Der Loop-X sieht aus wie ein richtiger Roboter. Wenn man Kindern zeigt, wie er ferngesteuert fährt, mit all den LED-Lämpchen – das macht natürlich Eindruck. Das finden sie toll.»

Der Unterschied zeigt sich vor allem während des Eingriffs. Die Bildgebung ist mit Loop-X präzise wie noch nie. Das hilft insbesondere dort, wo sich die Anatomie deutlich von der Norm unterscheidet.

Es erleichtert die Orientierung bei deformierten Wirbelsäulen, bei denen jeder Eingriff individuelle Anpassungen erfordert. Gleichzeitig können grössere Bereiche der Wirbelsäule auf einmal erfasst werden. Für die Patient*innen bedeutet das unter anderem: weniger einzelne Aufnahmen, eine geringere Strahlenexposition und insgesamt kürzere Eingriffe – Faktoren, die das Risikoprofil der Eingriffe bedeutend senken.

Ruhigere Abläufe und mehr Sicherheit

Nicht zu unterschätzen ist die Auswirkung des Loop-X auf die Zusammenarbeit im OP-Saal. Dort, wo Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden müssen, schafft bessere Bildgebung die Grundlage für klarere Abläufe und mehr Sicherheit.

Das System kann von den Operierenden direkt bedient werden. Das mag auf den ersten Blick wenig spektakulär klingen. Doch in einem Umfeld, in dem stets Vieles gleichzeitig zusammenspielt, macht es einen spürbaren Unterschied, wenn es weniger Abhängigkeiten im Team gibt.

Besonders hilfreich für die Operierenden ist, dass Entscheidungen auf dem beruhen, was unmittelbar sichtbar ist. Die präzise Bildgebung ermöglicht es, bereits während der Operation zu überprüfen, ob das geplante Ergebnis erreicht wurde. Wenn Anpassungen nötig sind, können sie direkt vorgenommen werden.

PD Dr. med. Daniel Studer, leitender Arzt der Kinderorthopädie und Teamleiter Wirbelsäule, formuliert es so: «Mit unserer Erfahrung und den technologischen Verbesserungen können wir das Risikoprofil als Ganzes weiter senken.»

Gerade bei komplexen Wirbelsäulenoperationen, bei denen jeder Eingriff individuell angepasst werden muss, schafft diese Form der Unterstützung zusätzliche Orientierung im OP.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten in Planung

Die Erfahrungen aus den bisherigen Eingriffen fliessen bereits in neue Einsatzbereiche ein. Künftig soll der Loop‑X auch bei Operationen im Beckenbereich sowie an den unteren Extremitäten eingesetzt werden.

Parallel dazu arbeitet das orthopädische Team daran, Planung und Durchführung noch enger zu verbinden. Ziel ist es, Abläufe weiter zu vereinfachen und die gewonnene Präzision gezielt im klinischen Alltag einzusetzen.

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