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Ihr Kind hat in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gezeigt, weswegen Sie nun in der Allergologie-Sprechstunde vorstellig geworden sind. Viele Ihrer Fragen wurden beantwortet, aber durch die Fülle an Informationen konnten Sie vielleicht nicht alles aufnehmen. Daher haben wir hier eine kleine Zusammenfassung für Sie zusammengestellt. Falls noch Fragen auftauchen sollten, wenden Sie sich gerne an die zuständige Ärztin oder den zuständigen Arzt.
Allergien sind überschiessende, krankmachende Reaktionen des Körpers gegen eigentlich harmlose Umweltstoffe. Es kommt beim ersten Kontakt mit einem Allergen, meist einem Protein, zu einer Sensibilisierung.
Wir vermuten heute, dass Kinder sich über die Haut auf die diversen Lebensmittel sensibilisieren. Für uns stellt die atopische Dermatitis daher den Beginn einer Allergiekarriere dar: durch die gestörte Hautbarriere kommen Lebensmittelallergene in Kontakt mit dem Immunsystem.
In der entzündeten Haut eines Kindes mit atopischer Dermatitis wird eine bestimmte Immunantwort gebildet, welche Allergien hervorrufen können, es werden nämlich sogenannte IgEAntikörper gebildet. Dann sprechen wir von einer Sensibilisierung. Diese IgE-Antikörper sitzen auf bestimmten Zellen der Haut und warten, dass das Allergen wiederkommt, um den Körper davor zu „schützen“.

Sollte Ihr Kind allergisch reagieren, dann sollte das Lebensmittel vermieden werden. Sollte es nicht reagieren, dann sollten Sie das Lebensmittel min. 2x die Woche verabreichen. Sollten Sie das nicht tun, könnte es sein, dass Ihr Kind die Toleranz verliert und im Verlauf doch allergisch wird.
Wie oben besprochen, kommt es zum ersten Kontakt und dadurch zu Sensibilisierungen über die Haut. Daher kann es auch bei erster Einnahme zu einer allergischen Reaktion kommen.
Wie oben schon besprochen, vermuten wir, dass das Immunsystem durch die gestörte Hautbarriere ständig mit Allergenen stimuliert wird. Wir wissen, dass je stärker eine atopische Dermatitis ist, desto eher kommt es ebenfalls zu Allergien. Eine korrekte Anwendung von Steroiden (wie z.B. Prednitop, Elocom, Locoïd) oder Calcineurininhibitoren in Form von Cremen (wie z.B. Elidel, Protopic) hilft daher die Entzündung, welche eigentlich nicht da sein sollte, der Haut zu kontrollieren.
Bei richtiger Anwendung im absteigenden Stufenschema (zunächst tägliche Anwendung, dann langsames Ausschleichen, kein sofortiges Absetzen) werden Nebenwirkungen und auch ein Wiederaufflammen der atopischen Dermatitis vorgebeugt. Wichtig ist auch, die Steroide nicht von heute auf morgen abzusetzen, sondern langsam auszuschleichen.
Auch weiss man, dass der ständige Juckreiz die Lebensqualität des Kindes und damit auch der gesamten Familie stark beeinträchtigt. Viele Kinder kratzen sich nachts, haben einen gestörten Schlaf und sind oft nervös. Die Haut sollte regelmässig rückgefettet werden, manchmal bis zu 5-10x täglich, um die Hautbarriere zu verbessern.
Die häufigsten Lebensmittelallergien im 1. Lebensjahr sind Ei und Milch, betreffen etwa 2% der Kinder. Bei diesen Allergien weiss man, dass mehr als 95% der Allergien bis zum 5. Lebensjahr ausgewachsen sind. Bei anderen Allergien ist diese Rate nicht so klar bekannt, bei etwa 80% der Kinder mit Erdnussallergie bestehen diese über das 4./5. Lebensjahr. Nach diesem Zeitpunkt kann eine orale Toleranzinduktion begonnen werden, um diese Lebensmittelallergie zu therapieren.


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